Fundamenterder oder Ringerder

  • Hallo liebe Forumbenutzer!


    Ich bin neu hier und habe gleich einmal eine Frage.
    Wir bauen zusammen mit einem Bauunternehmen ein freistehendes Einfamilienhaus.


    Die Kellerplatte ist bereits gegossen und härtet aktuell aus.
    Seitlich im Bereich des zukünftigen Technikraumes steht ca. 1m Lang ein Flachstahl heraus, der aus meiner Sicht zum Fundamenterder gehört.


    Nun meine Frage(n):


    - Ist es Notwendig/Pflicht zusätzlich einen Ringerder um das Haus im Abstand von ca. 1m aus z.B. Edelstahl im Erdreich zu vergraben und mit dem Fundamenterder zu verbinden?


    Wir planen keinen äußeren Blitzschutz (Blitzableiter).


    Ich dachte seit neusten Bestimmungen (hören/sagen) wäre seit kurzem bei Neubauten beides (oder zumindest der Ringerder pflicht.
    Da der Beton eine sehr schlechte Leitfähigkeit hat.


    Für eure aussagekräftigen Antworten bin ich gespannt und dankbar.
    Idealerweise wären mir auch Verweise auf Richtlinien wie DIN xyz hilfreich, auf die sich eure Aussagen stützen.


    Vielen Dank und Gruß

  • Bei ner weißen Wanne, muss unter der Beton Sohle wo der Fundamenterder vergossen ist, ein ringleitung ( potentialsteuerung) verlegt werden! Und dieser muss alle 15 Meter mir dem Fundamenterder verbunden werden! Es gibt Abweichungen je nach dem wie das bebäude betrieben wird!

  • Auch seit über einem Jahr unwidersprochene Beiträge sind nicht zwingend ganz richtig.

    Bei ner weißen Wanne, muss unter der Beton Sohle wo der Fundamenterder vergossen ist, ein ringleitung ( potentialsteuerung) verlegt werden! Und dieser muss alle 15 Meter mir dem Fundamenterder verbunden werden! Es gibt Abweichungen je nach dem wie das bebäude betrieben wird!

    Ringerder dürfen unter den Fundamenten eingebaut sein, aber auch außerhalb davon.


    Bei Gebäuden mit nicht erdfühligen Fundamenten oder Bodenplatten, gibt es zwangsläufig auch keinen Fundamenterder. Wie schon richtig angedeutet wurde, ist in bewehrten Bodenplatten sowohl nach der zum Startbeitrag noch gültigen DIN 18014:2007-09 wie auch der aktullen DIN 18014:2014-03 ein Rund- oder Bandstahl als Funktionspotenzialausgleichsleiter (CBN) wie ein Fundamenterder zu verlegen und alle 2 m mit der Bewehrung zu verbinden.


    Beide Systeme sind an jeder Anschlussfahne und je 20 m Gebäudeumfang miteinander zu verbinden. Maschenweite ohne Blitzschutzanlage jeweils max. 20 m, mit Blitzschutzanlage darf der Ringerder nur max. 10 m Maschenweite haben.


    Tante Google spuckt zum Thema "Wer Fundmenterder verlegen darf" und DIN 18014:2014-03 reichlich Infos aus.

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